Hilfe 2004 - 2005
Erzählungen - während unseren jährlichen, kurzen Ferienaufenthalten in der Schweiz - über die Lebenssituation aus unserer Wahlheimat DR-Kongo waren die letzten 10 Jahre meist besorgniserregend. Positive Situationsberichte waren selten. Die unbeschreiblichen Geschehnisse des «vergessenen» Krieges im Kongo veränderte das Leben von alten Menschen, Kinder und Frauen zu einem dramatischen Überlebenskampf.
Während den ersten Kriegsjahren, von 1996 bis ca. 2000 wurden die Denunzierungen über die Greueltaten gezielt und mit allen möglichen, menschenrechtswidrigen Handlungen unterbunden. Mit fortschreitenden, technologischen Fortschritten durch Mobiltelefone, Internet etc. konnten die Berichte von den wenigen, verbliebenen und unparteiischen Augenzeugen leichter nach Aussen gebracht werden.
Während den vereinzelten Besuchen der letzten Jahre von TV-Teams und Journalisten, welche oft die Arbeit der GTZ zum Schutze der Gorillas im Kahuzi-Biega Nationalpark im Visier hatten, konnte die leidliche Situation der Bevölkerung endlich auch in Wort und Schrift in internationalen TV-Programmen und Zeitungen verbreitet werden.
Eine wichtige Solidarität für das Leid im Kongo war die Reaktion. Erste finanzielle Unterstützungen, für Nothilfe an vergewaltigten Frauen, spendeten die Familie, Bekannte und Freunde verschiedener Nationalitäten, von Botschafter und Politiker und von Vereinen.
Diese ersten Hilfen konnten während den letzten Monaten dort eingesetzt werden, wo vorgeplante Projekt-Aktivitäten keine Budget-Linien vorgesehen hatten - für die schlimmsten Notfälle - von neu aufgenommenen Opfer d.h. vor allem für erste medizinische Betreuung. Mehreren Frauen und Kinder konnten durch diese sofortigen Operationen und Eingriffe dabei zum Überleben geholfen werden.
Weiter erhalten ca. 30 Gewaltopfer seit über einem Jahr, pro Monat 10 $ US als Starthilfe. Damit kaufen sie Lebensmittel, alltägliche Gebrauchsartikel, die Ware wird anschliessend auf dem Markt mit kleinem Gewinn verkauft. Somit integrieren sie sich in das alltägliche Leben um trotz der verbleibenden traumatischer Spuren wieder Fuss zu fassen.
Oft erreichen die Opfer die Stadt Bukavu in unbeschreiblicher Verfassung. Die Opfer sind meist auf sich selbst angewesen und verbleiben auch in der Provinzhauptstadt auf der Strasse, ohne Unterkunft. So wurden einigen Opfer Kleider (pagnes) und Matratzen gekauft. Selbst kleine Mietbeträge konnten bezahlt werden um den Menschen vorerst ein Dach über dem Kopf anzubieten zu können.
Wir verbleiben im Moment mit ca. 6000 $ US vor Ort. Die im Verlaufe des Jahres 2005 gespendeten Hilfen sind noch auf dem Konto von HKK. Durch Absprache und Beratung mit den Vorstand HKK werden wir demnächst die Aktivitäten für das Neue Jahr 2006 planen.





